Das Tiroler Start-up zirb. bringt die Natur zu Menschen ins Haus, die von der positiven Wirkung der Waldluft auf ihr Wohlbefinden überzeugt sind. Das Unternehmen entwickelt handgefertigte Raumlüfter aus Zirbenholz, die draußen nach drinnen holen und die gesundheitsaktiven Eigenschaften sowie den Duft des Holzes in der Wohnung oder im Haus verbreiten. Bald nach der Gründung stand das kleine Unternehmen jedoch vor der Herausforderung die richtigen Partner für die Produktion der zirb. Duftsysteme zu finden. Das Enterprise Europe Network stand zur Seite und unterstützte tatkräftig dabei, die geeigneten Partner zu finden. Soeben wurde das Unternehmen auf dem 4Gamechangers Festival mit dem Born Global Champion Award 2019 ausgezeichnet.

Bei seiner Ausbildung zum Bergwanderführer im Jahr 2014 kam dem 25-jährigen Benedikt Handler die Idee für zirb.: „Studien zeigten, dass sich der Duft der Zirbe positiv auf den Schlaf auswirkt. Ich habe mich gefragt, warum eigentlich nicht jeder Zirbenholz im Raum hat. Eine kurze Recherche hat ergeben, dass Zirbenmöbel sehr teuer sind und dass es sonst keine Produkte gibt, die den Duft der Zirbe in den Raum bringen. Wir hatten eine Marktlücke entdeckt“, so der zirb. Geschäftsführer. Den ersten zirb.Raumlüfter baute Handler mit seinem Team in seiner Garage. Schon vier Monate später gründete er das Start-up zirb. Die zirb.Raumlüfter, die es mittlerweile in drei verschiedenen Größen gibt, werden über einen Web-Shop verkauft. Zu den gesundheitsaktiven Eigenschaften eines zirb. kommt, dass er auch schön anzusehen ist. „Unsere Kunden legen Wert auf Design und möchten sich etwas gönnen, wenn sie sich für einen zirb. entscheiden“, so Handler. Nicht nur Privatpersonen bestellen den hippen Raumlüfter für ihr zu Hause, sondern auch immer mehr Unternehmen, die ihre Kunden durch Duftbranding in eine gute Stimmung versetzen wollen.

Enterprise Europe Network unterstützt zirb. weitere Partner zu finden
Damit ein zirb. seinen Duft und die gesundheitsaktiven Eigenschaften im Raum verbreiten kann, muss das Produkt hohen Qualitätskriterien entsprechen. Gleichzeitig sollen Kunden nicht lange auf ihren zirb. warten müssen. Damit stand Handler und sein Team schon bald nach der Gründung vor einer großen Herausforderung: Größere Bestellmengen standen an, die der Produktions-Partner nicht immer schnell genug bedienen konnte. Ein zweiter Partner wurde dringend benötigt. „Das Problem dabei war, dass Tischler Handwerker sind und nicht unbedingt Vermarkter. Oft gibt es keinen Webauftritt oder guten Kunden-Support, denn Tischler stehen den ganzen Tag in der Fertigung und sind kaum zu erreichen. Zudem hatten wir die Anforderung, dass der Tischlerei-Betrieb möglichst nahe an der Baum-Schlägerei ist“, erklärt Handler. Auf einer Veranstaltung der Wirtschaftskammer Tirol, kam Handler mit dem Enterprise Europe Network, dem weltweit größten Fördernetzwerk für kleine und mittlere Unternehmen (KMU), in Kontakt, eine Zusammenarbeit interessierte ihn „ohne noch zu wissen, was es bringt.“ Gebracht hat es letztendlich viel: Mit Hilfe des Netzwerks konnte die Problematik gelöst werden und es ist gelungen, zwei weitere verlässliche Partner für die Produktion zu finden. Gemeinsam wurde die Ausschreibung verfasst und auch die Partnervereinbarungen erarbeitet. Zudem unterstützte das Enterprise Europe Network dabei, die Innovationsstrategie zu entwickeln und das Geschäftsmodell zu erarbeiten.

Auszeichnung mit Born Global Champion Award beim 4Gamechangers Festival 2019
„Ich empfehle jedem produzierendem, jungen Unternehmen sich an das Enterprise Europe Network zu wenden. Denn nach der Gründung stehen viele vor der Herausforderung, geeignete Partner zu finden. Die Kontakte, die vom Enterprise Europe Network kommen, haben Qualität und sind bereits vorselektiert. Das erspart viel Zeit und Mühe“, so Handler. Wie erfolgreich die Zusammenarbeit mit dem Enterprise Europe Network war, beweist auch die Auszeichnung des Tiroler Start-ups zirb. mit dem Born Global Champion Award 2019 am 4Gamechangers Festival Mitte April.

zirb. Null-Müll-Konzept
zirb. vermarktet seine Produkte über Online-Shops derzeit ausschließlich im deutschsprachigen Raum und möchte weltweit expandieren. „Denn Schlaf und Luftqualität sind in anderen Ländern außerhalb Europas noch viel mehr ein Thema, zum Beispiel im asiatischen Raum“, so Handler. Bei der Versendung der Produkte wird ein Null-Müll-Konzept verfolgt: Wer einen zirb bestellt, erhält diesen in einer Holzkiste, die nur mit etwas Schafwolle gefüllt ist. Benedikt Handler achtet auch auf eine nachhaltige Produktion, das Holz kommt ausschließlich aus den Kärntner Nockbergen.

 

Benedikt Handler
Geschäftsführer
zirb. GmbH
https://zirb.at/
Quelle Foto: www.euopen4business.eu 

Kontakt: Standortagentur Tirol
Mario Weikenkas
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